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Antike Bronze Shiva Nataraja Nepal 36cm Wachsausschmelzverfahren

Antike Bronze Shiva Nataraja Nepal 36cm Wachsausschmelzverfahren

Normaler Preis €1.165,00 EUR
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Diese seltene bronzene Altarskulptur (36 cm) stellt Shiva Nataraja, den kosmischen Tänzer, dar und wurde in der hochstehenden nepalesischen Gusstradition (Newari-Handwerkskunst) gefertigt. Im Gegensatz zu den allgemeineren südindischen Varianten zeigt dieses Objekt die spezifischen esoterischen und ikonographischen Merkmale der Himalaya-Region, hergestellt im traditionellen Wachsausschmelzverfahren (cire perdue). Die Skulptur befindet sich in einem unberührten Sammlerzustand und kombiniert eine tiefe Lebensphilosophie mit seltenen, materialtechnischen Echtheitsmerkmalen.

Die philosophische und nepalesische Bedeutung: Warum diese Skulptur essenziell ist

Der Erwerb dieses spezifischen nepalesischen Shiva Nataraja führt eine tiefere, esoterische Ebene eines der angesehensten Symbole der östlichen Kunstgeschichte ein:

  • Die Schädel-Symbolik (Kapala): Zentral in der Haarkrone, direkt über der Stirn, ist ein deutlicher Totenkopf eingegossen. Dieses spezifische nepalesische Element betont Shivas Rolle in der transzendenten Transformation und der Vergänglichkeit der physischen Existenz, was der Skulptur eine kraftvolle, meditative Bedeutung verleiht.
  • Das Handflächensymbol: In der erhobenen rechten Handfläche (abhaya mudra) ist ein ikonographisches geometrisches Symbol eingegossen. Dieses spezifische Merkmal verstärkt die Geste des absoluten Schutzes, der kosmischen Ordnung und der Beseitigung von Angst für den Betrachter.
  • Überwindung des Egos: Shiva balanciert auf dem Zwerg Apasmara, der die menschliche Unwissenheit, das Ego und die spirituelle Blindheit symbolisiert. Indem er den Dämon unter seinem Fuß hält, zeigt Shiva den Sieg des reinen Bewusstseins über die Dunkelheit des menschlichen Geistes.
  • Der kosmische Zyklus: Der dynamische anandatandava-Tanz im Flammenkranz stellt den universellen Zyklus von Schöpfung, Erhaltung und Transformation dar. Er erinnert uns an die konstante Dynamik und das notwendige Gleichgewicht im Universum und im eigenen Leben.

Für Kenner und Sammler stellt dieses Objekt einen seltenen stilistischen Übergang dar, in dem indische Ikonographie von nepalesischen Meistergießern übernommen und verfeinert wurde. Ein kraftvoller Ruhepunkt mit tiefem intellektuellem und spirituellem Fokus.

Materialtechnische und forensische Analyse

  • Gussstruktur und Kernmaterial: Die Bronze ist hohl gegossen mit den charakteristischen Wanddicken-Unregelmäßigkeiten vorindustrieller nepalesischer Gussverfahren. In den tiefsten Hohlräumen des Sockels befinden sich die originalen, versteinerten Reste des hellgrauen mineralischen Ton- und Sandkerns.
  • Authentische Patinierung: Die Innenseite des geschützten Gussraums weist eine durchgehende, trockene Schicht natürlicher hellgrüner Malachit-Inkrustation (Kupfercarbonat) auf. Diese atmosphärische Kristallisation von Kupfersalzen kann ausschließlich durch einen langjährigen, jahrzehntelangen Oxidationsprozess entstehen und ist vollständig frei von chemischen Säuren oder synthetischen Harzen.
  • Abnutzung und manuelle Bearbeitung: Die Unterseite des Standrings zeigt nicht-lineare, manuelle Feilspuren und eine subtile Reibungspolitur an den Ecken, verursacht durch langjährige Nutzung auf einem Haus- oder Tempelaltar. Es gibt keinerlei Hinweise auf moderne mechanische Bearbeitung, wie Winkelschleifer oder automatisierte Schweißarbeiten.

Spezifikationen

  • Datierung: Frühes bis mittleres 20. Jahrhundert (ca. 1920–1960)
  • Herkunft: Nepal (Newari-Gusstradition)
  • Technik: Handgefertigter Bronzeguss (Wachsausschmelzverfahren)
  • Höhe: 36 cm
  • Zustand: Sammlerstück (vollständig authentischer, unrestaurierter Zustand mit natürlichen mineralischen Ablagerungen und spezifischer Himalaya-Ikonographie)
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