Monumentaler Bhaisajyaguru (Medizinbuddha) aus versilberter Bronze, Newar-Tradition, Kathmandu-Tal für Tibet, ca. 1450–1600
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Spezifikationen
Höhe: 46,0 cm
Gewicht: 14,0 kg
Material: Massive, im Wachsausschmelzverfahren gegossene Kupferlegierung mit historischer Silberplattierung und vergoldeten Akzenten
Konstruktion: Zweiteiliger Guss (Figur und Lotussockel separat gefertigt)
Herkunft: Kathmandu-Tal (Newar-Tradition), hergestellt für die tibetisch-buddhistische Welt
Datierung: ca. 1450–1600
Ein außergewöhnliches Beispiel historischer Himalaya-Bronzekunst
Diese monumentale Darstellung von Bhaisajyaguru, dem Buddha der Heilung und medizinischen Weisheit, zählt zu den technisch raffiniertesten Himalaya-Objekten, die wir bisher untersucht haben. Die Kombination aus monumentalen Dimensionen, außergewöhnlichem Gewicht, hochwertiger Ziselierung, zweiteiliger Konstruktion und einer historischen Silberplattierung stellt diese Statue eindeutig in die höchste Liga der traditionellen Newar-Metallkunst.
Im Rahmen einer umfassenden technischen Untersuchung wurden sowohl die äußere als auch die innere Konstruktion analysiert. Darüber hinaus wurden der Gusskern, die Struktur der Statue, die Oberflächenbehandlung, die Gebrauchsspuren und die Ikonographie umfassend dokumentiert und mit dokumentierten Objekten aus internationalen Museums- und Auktionssammlungen verglichen.
Traditioneller Wachsausschmelzguss
Die Statue wurde in der jahrhundertealten Wachsausschmelztechnik gefertigt. Der Buddha und der monumentale Doppellotussockel wurden separat gegossen und später zusammengefügt – eine für hochwertige historische Bronzekunst aus dem Himalaya charakteristische Konstruktionsmethode.
Die Untersuchung des Inneren zeigt, dass der ursprüngliche Gusskern weitgehend erhalten geblieben ist. Zusätzlich wurde eine originale magnetische Eisenkernstütze identifiziert, die während des Gießprozesses zur stabilen Positionierung des Tonkerns diente. Das Vorhandensein dieser Struktur stellt ein wichtiges technisches Merkmal traditioneller, manueller Wachsausschmelzgussverfahren dar. Darüber hinaus weist das Innere Reste des ursprünglichen Gusskerns mit einer natürlichen, körnigen Struktur und organischen Einschlüssen auf, was mit historischen Gusstechniken aus dem Himalaya übereinstimmt, bei denen Ton mit mineralischen und pflanzlichen Materialien vermischt wurde, um den Kern während des Gießprozesses zu stabilisieren. Historische Oberfläche Die Außenseite besitzt eine außergewöhnlich gut erhaltene silberfarbene Oberfläche, die in geschützten Bereichen noch immer einen klaren Glanz aufweist. In Kombination mit den vergoldeten Akzenten an den Haarlocken deutet dies unter anderem auf eine wertvolle historische Oberflächenbehandlung hin, die weit über die übliche Oberflächenbehandlung religiöser Tempelstatuen hinausgeht.
Unter der Oberfläche sind natürliche Kupferkorrosionsprodukte sichtbar, darunter grüne Malachitbildung und rotbraune Oxidation, die auf eine kupferhaltige Legierung hindeuten, die über einen langen Zeitraum auf natürliche Weise gealtert ist.
Bhaisajyaguru – Der Medizinbuddha
Im Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus gilt Bhaisajyaguru als Buddha der Heilung.
Er symbolisiert körperliche Genesung, geistige Reinigung und spirituelle Erleuchtung. In seiner linken Hand hält er die Medizinschale, während die detailreiche Darstellung der Heilpflanze auf das ihr traditionell zugeschriebene Heilwissen verweist. Die monumentale botanische Darstellung dieser Pflanze ist eines der markantesten Elemente der Skulptur. Zusammen mit den fein ziselierten Blättern, der Blüte und dem Stängel bildet sie ein wichtiges ikonografisches Element, das die außergewöhnliche Qualität dieses Objekts unterstreicht.Meisterschaft der Newar
Die Gesichtszüge, die langen, mandelförmigen Augen, die zarten Lippen, der elegante Hals, der monumentale Lotussockel und die außergewöhnlich feine Ziselierung entsprechen weitgehend der klassischen Newar-Bronzekunst aus dem Kathmandu-Tal. Die Kombination dieser Merkmale mit tibetischer religiöser Ikonographie deutet auf eine Fertigung für die tibetisch-buddhistische Welt durch eine Werkstatt hin, die mit den höchsten Newar-Traditionen bestens vertraut ist.
Besonders hervorzuheben sind der reich gravierte Gewandsaum, die fein gearbeiteten Handflächen und der monumentale doppelte Lotussockel.
Nahezu jede sichtbare Oberfläche ist handgeschnitzt und integriert sowohl dekorative als auch religiöse Motive in das Design.Natürliche Gebrauchsspuren und Patina
Die Statue weist ein einheitliches historisches Gebrauchsmuster auf, das auf der gesamten Oberfläche sichtbar ist. Die erhabenen Stellen der Gravuren wurden durch die langjährige rituelle Handhabung allmählich abgerundet, während die tieferen Stellen der Ziselierung ihre ursprüngliche Schärfe bewahrt haben. Diese Kombination aus Abnutzung, natürlicher Patinabildung und innerer Alterung bildet ein stimmiges historisches Ganzes.
Die innere Konstruktion weist zudem langfristige natürliche Mineralisierung und Korrosion auf, was mit einem historischen Objekt übereinstimmt, das über lange Zeit ungestört erhalten geblieben ist.
Forschungsstand
Für diese Skulptur wurde ein umfangreiches internes Forschungsdossier erstellt, in dem Konstruktion, Gusstechnik, Ikonographie und stilistische Merkmale detailliert dokumentiert sind. Die aktuellen Forschungsergebnisse stützen die vorläufige Zuordnung zu einer hochwertigen Newar-Werkstatt aus dem Kathmandu-Tal, die für die tibetisch-buddhistische Welt gefertigt wurde. Weitere Vergleiche mit dokumentierten Museumsobjekten sind Teil der laufenden Forschung.

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