Nats sind Geistwesen der religiösen Kultur Myanmars. Ihre Verehrung besteht neben dem Theravada-Buddhismus und verbindet lokale Überlieferungen, Schutzrituale und historische Erzählungen.
Was sind Nat-Geister?
Der Begriff Nat bezeichnet eine große Gruppe von Natur-, Orts- und Ahnengeistern. Besonders bekannt ist das höfisch geordnete Pantheon der 37 Nats. Viele dieser Gestalten waren der Überlieferung zufolge Menschen, deren gewaltsamer oder außergewöhnlicher Tod zu ihrer Verehrung führte.
Nats und Buddhismus in Myanmar
Nat-Verehrung und Buddhismus schließen sich in Myanmar nicht aus. In Tempelbezirken können Buddha-Bilder und Nat-Schreine nebeneinander vorkommen. Opfergaben und Feste richten sich auf Schutz und die Besänftigung weltlicher Kräfte; die buddhistische Lehre verfolgt dagegen Befreiung aus dem Samsara.
Wie erkennt man eine Nat-Figur?
Historische Nat-Figuren bestehen häufig aus Holz und tragen Lack, Blattgold oder farbige Fassung. Krone, Kleidung, Attribute und Körperhaltung können auf eine bestimmte Gestalt hinweisen. Die Ikonographie allein erlaubt jedoch keine sichere Datierung.
Bei vergoldeten Holzfiguren werden Holzart, Schnitzspuren, Grundierung, Lackschichten, Vergoldung und natürliche Alterung gemeinsam beurteilt.
Ein direkt vergleichbares Objekt ist die vergoldete burmesische Nat-Geist-Tempelfigur. Weitere regionale Schutzfiguren stehen im Beitrag über Tempelwächter.